Landlerdelirium
Landler spielen bis zum Gehtnichtmehr, alte Tanzmelodien aus Archiven herauskramen und mit Kreativität zum Erklingen bringen! Unter diesem Motto verstehen die Musikanten vom Landlerdelirium ihr Musizieren. Berauscht von unfassbar schönen Melodien, die teilweise seit Jahrhunderten nicht mehr erklungen sind, gelangt man oft in ein ganz besonderes musikalisches Delirium, das nur schwer zu beschreiben ist. Man muss es einfach selber hören, spüren und tanzen.
Landlerdelirium, das sind: Evi Heigl (Geige), Lucia Wagner (Geige, Sopransaxofon, Dudelsack), Stefan Hegele (Helikon, Gitarre), Atul Barth (Bratsche, Kontrabass) und Johannes Sift (Geige, Diatonische Harmonika, Percussion).
Neuentdeckung: "Allerley lustige Dänz' für Christian Barberius de Frohenrauf, datirt auff den 01. Aprilius Anno 1602"
Eine Spezialität des Landlerdeliriums ist es, alte Melodien wieder zum Klingen zu bringen. Diese Melodie, die es über bisher nicht geklärte Umwege bis nach Nordamerika geschafft hat, haben wir in einer alten Notenhandschrift von 1602 gefunden. Die Titelseite enthält den Titel "Allerley lustige Dänz' für Christian Barberius de Frohenrauf, datirt auff den 01. Aprilius Anno 1602". Beim Tanzfrühschoppen im Wirtshaus im Fraunhofer am 16.02.2025 haben wir diese schöne Melodie als Zugabe zum Besten gegeben:
Weitere Hintergrundinformationen: https://www.duden.de/rechtschreibung/Aprilscherz
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Auf dem Tanzboden und konzertant live zu erleben:
Voll im Flow
Bairisch tanzen mit Pepp! Mit Magnus Kaindl und Live-Musik vom „Landlerdelirium“
Samstag, 22. März 2025, von 19.30 bis 22.00 Uhr
Lechsaal, 2.OG der Lechsporthalle, Lechstraße 8, 86899 Landsberg am Lech
Alles im Fluss! Zum Weltwasser-Tag zeigt Tanzmeister Magnus Kaindl allen Tanzbegeisterten, wie schwungvoll und berauschend traditionelle Tanzmusik sein kann. Wunderbare Melodien aus alten Musikhandschriften des 18. und 19. Jahrhunderts treffen auf klassische Rundtänze wie Walzer, Polka und Dreher. Dazu gibt es einfache bairische und europäische Figurentänze, die auch ohne jegliche Vorkenntnisse einfach mitgetanzt werden können.
Die Musikanten vom „Landlerdelirium“ schaffen in ihrem kreativen Umgang mit tradierten Musikquellen mitreißende Klangwelten, die für die Tänzer*innen ein besonderes Tanz- und Musikvergnügen versprechen. Dazwischen erklingen Wasserlieder mit Doro Heckelsmüller.
Mitmachen können alle, auch ohne Tanzvorkenntnisse und ohne feste*n Tanzpartner*in. Wer kommt tanzt mit, egal ob in Dirndl, Lederhosen oder Jeans. Einzeltänzer*innen sind herzlich willkommen und finden sich vor Ort spontan zu Tanzpaaren zusammen.
Der Eintritt ist frei! Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Einlass ab 19.00 Uhr
Eine Veranstaltung der Kreisheimatpflege und Kulturverwaltung im Landkreis Landsberg am Lech, Fachbereich Volksmusik in Zusammenarbeit mit Singing Planet und dem Kulturbüro Landsberg am Lech.
Infos
Magnus Kaindl Mobil 0174/3896880, E-Mail: magnus.kaindl@heimatpfleger.bayern
Doro Heckelsmüller, E-Mail: info@doroheckelsmueller.de
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Rückblick
Tanzfrühschoppen mit dem Landlerdelirium, Katharina Mayer und Magnus Kaindl - freestyle bairisch tanzen
Sonntag, 16.02.2025. Mit eigener Kreativität zum grenzenlosen Tanzvergnügen! Beim freestyle bairisch tanzen treffen sich alle Neugierigen, die auf traditionelle Tanzmusik eigene Tanzfiguren improvisieren möchten. Aus einem reichen Schatz überlieferter Tanzelemente zeigen Katharina Mayer und Magnus Kaindl verschiedene Handfassungen, Dreh- und Armwickelbewegungen, die sich ganz nach persönlichem Gusto und unabhängig vom Rhythmus auf Tanzformen wie Walzer, Dreher, Bayrisch Polka, Rheinländer und Schottische sowie auf andere Tanzstile anwenden lassen. Aufgelockert werden die Sessions mit einfachen Rund- und Figurentänzen, die auf bairischen Tanzböden beliebt sind.
Dazu schaffen die Musikanten vom Landlerdelirium in ihrem kreativen Umgang mit tradierten Musikquellen mitreißende Klangwelten, die für die Tänzer*innen ein besonderes Tanz- und Musikvergnügen versprechen.
Fraunhofer Theater und Wirtshaus, München. In Kooperation mit dem Kulturreferat der LH München, Abt. 3, Fachbereich Volkskultur www.volkskultur-muenchen.de
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Landlerdelirium auf dem Rudolstadt-Festival 2024
Wow! Was für ein unglaubliches Wochenende auf dem grandiosen Rudolstadt-Festival! Es war einfach unbeschreiblich und wir sind immer noch geflasht von der wahnsinnig schönen Stimmung, von unvergesslichen Glücks-Momenten, den vielen Besucher*innen, der professionellen Organisation, den vielen freundschaftlichen Begegnungen, den unzähligen Bühnen, Marktständen, Rhythmen und Melodien aus aller Welt, dem unermesslichen Reichtum unserer eigenen Musiktradition (Länderschwerpunkt Deutschland), unserem eigenen Musizieren, der charmanten Tanzanleitung durch Magnus Kaindl, den bewegunsfreudigen Tänzer*innen und, und, und... ein riesiges Dankeschön an das Rudolstadt-Festival für die Einladung und die Möglichkeit, im Tanzzelt und im Löwensaal zum Tanz aufzuspielen! Und last but not least ein Dankeschön an unsere musikalischen Brüder in Dänemark Fionia Folk Brothers | Jesper Vinther und unsere Landlergschwister. Merci und mange mange tak!
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Innovationspreis Volkskultur 2023
Jetzt ist es offiziell: am 15.11.2023 wurde uns im Alten Rathaus der Innovationspreis Volkskultur 2023 der Landeshauptstadt München verliehen. Bei dem feierlichen Empfang wurde auch Evi Strehl für ihre herausragenden Dienste um die Volkskultur mit der Ehrenmedaille der Stadt durch Kulturreferenten Anton Biebl ausgezeichnet. Etlichen Musikgruppen, Laientheatern und Vereinen wurde zum langjährigen Bestehen gratuliert, darunter unseren Kollegen und Kolleginnen vom Niederbayerischen Musikantenstammtisch zum 20 jährigen Jubiläum.
Herzlichen Dank an das Kulturreferat der Landeshauptstadt München für den wunderbaren gestrigen Abend und den Innovationspreis Volkskultur. Wir freuen uns sehr darüber und fühlen uns durch die Auszeichnung ermutigt, viele weitere Melodien aus alten Notenhandschriften auszugraben und wieder als Tanzmusik erklingen zu lassen.

Verleihung des Innovationspreises Volkskultur durch den Kulturreferenten der Landeshauptstadt München, Anton Biebl. Foto: Ingrid Großmann